Baumschutz ist Klimaschutz. Doch Rot-Rot machte die einst ökologisch vorbildliche Berliner Baumschutzverordnung zu einer Baumfällverordnung. Der Senat hat darin die Pflicht dramatisch eingeschränkt, für gefällte Bäume neue Bäume zu pflanzen. Diese Änderungen sind ohne die Beteiligung der Umweltverbände beschlossen worden. Fachliche Einwände wurden ignoriert.
Klimaschutzpolitik, die das Klima retten will, muss konsequent sein – und sie muss sofort beginnen. Also, lasst uns das Klima retten – werdet aktiv!
Jahr für Jahr verliert Berlin mehr Straßenbäume als von den Bezirken nachgepflanzt werden. Keine Frage, ist ein Baum wirklich krank und seine Standsicherheit gefährdet, muss er gefällt werden. Wie jetzt aber die geplanten Baumfällungen in Prenzlauer Berg zeigen, fallen viele Bäume unnötig der Säge zum Opfer.
Ihre Meinung ist wichtig! Noch bis zum 31.Oktober können sie im Internet ihre Anregungen zu den öffentlichen Grün- und Parkanlagen loswerden. Diese sollen dann bei den Planungen und Entscheidungen im Bereich der Grünflächen berücksichtigt werden. Mit der Befragung beteiligt sich Berlin wieder an einer bundesweiten Bürgerbefragung, die von der Ständigen Konferenz der Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag (GALK-DST) und der Kommunalen Gemeinschaftsstelle (KGSt) initiiert worden ist.
Sie benötigen ca. 5 bis 10 Minuten für die Beantwortung des Fragebogens.
Am Samstag (29.09.) fand im Umspannwerk Kreuzberg die von dem WSA organisierte Veranstaltung zu der Sanierung des Landwehrkanals statt. Die Veranstaltung sollte das gebrochene Vertrauen zwischen BürgerInnen und Wasserschifffahrtsamt wieder herstellen, um eine gemeinsame Arbeit nun zu ermöglichen. Hierzu wurde ein Mediatorenteam beauftragt einen Dialog zwischen AnwohnerInnen und WSA zu moderieren.
Wir fordern:
* Partizipations- und Entscheidungsmöglichkeit für alle BürgerInnen und Initiativen
* Beachtung der ökologischen Aspekte bei der Sanierung
* Schutz der Biodiversität am Landwehrkanal
* Keine unbesprochenen Baumfällungen
* Einrichtung einer „Notfallkomission“, in der sowohl einE VertreterIn der WSA, der Bezirke und der BürgerInneninitiative vertreten ist
Was die Wälder im Amazonasbecken, in Malaysia oder in den nördlichen Breiten Kanadas für das Gleichgewicht des Weltklimas bedeuten, das leistet für unser Stadtklima beispielsweise der Tiergarten, der Grunewald und rund 400.000 Bäume in unseren Straßen.
Die Pläne des Wasserschifffahrtsamtes, als Reaktion auf unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen und die Übernutzung des Gewässers am Landwehrkanal großflächig den Baumbestand zu dezimieren, ist zu Recht auf den entschiedenen Protest der AnwohnerInnen und der Umweltverbände gestoßen. Auch wenn jetzt ein Baumfällmoratorium und die Prüfung von Alternativen zur Fällung einer Vielzahl von Bäumen vereinbart wurde, ist der weitere Umgang des Wasserschifffahrtsamts Berlin mit dem Baumbestand an Wasserstraßen unklar.
Artikel-Schlagworte: „Naturschutz“