Zur Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis ’90/Die Grünen erklärt Stefan Ziller, Sprecher der GRÜNEN JUGEND BERLIN:
Wir freuen uns über das klare Bild, welches die Delegierten in Oldenburg vermittelt haben. Inhalte stehen im Vordergrund unserer Politik. Wie die überwiegende Zahl der RednerInnen ist auch die GRÜNE JUGEND BERLIN dieser Meinung. Daher muss es jetzt für uns heißen, unsere Konzepte besonders im Bereich der sozialen Sicherungssysteme zu verbessern, um die große Koalition hier zu stellen. Stillstand können wir uns nicht erlauben. Jedes ungenutzt verstrichene Jahr verschärft die Probleme weiter. Eine Grundsicherung, die ihren Namen verdient, muss im Ziel konkretiesiert werden. Gleichzeitig ist es Aufgabe unserer Fraktion im Bundestag, hier mit Gesetzesinitiativen erste Schritte in diese Richtung auf den Weg zu bringen und dafür zu werben, dass im Regierungshandeln Ökologie und Nachhaltigkeit nicht vergessen werden, da viele Fehler später nur mit sehr viel Geld zu korrigieren sind.
Für Berlin erwarten wir im nächsten Jahr einen stark inhaltlich geprägten Wahlkampf. Gerade in den für unsere Zukunft wichtigen Themenfeldern wie z.B. Bildung muss es unser Ziel sein, den Rot-Roten Senat zu Kurskorrekturen zu bringen. Es kann nicht sein, dass die SPD-PDS-Koalition gerade in der Schul- und Hochschulpolitik die Zukunft unserer Stadt aufs Spiel setzt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf! Kinder und Jugendlichen müssen endlich gefördert und nicht von Schule zu Schule geschoben werden. Dazu müssen im ersten Schritt Haupt- und Realschulen zugunsten von Gesamtschulen abgeschafft werden. Gleichzeitig müssen Anstrengungen unternommen werden, die Situation unser Kitas und Grundschulen zu verbessern. Gerade dort werden die Weichen gestellt und Kinder aus dem Bildungssystem gedrängt. Später wird dies nur noch schwer korrigierbar sein.
Die GRÜNE JUGEND BERLIN wird in der Partei dazu drängen, dass Entscheidungen über eventuelle Koalitionen an handfesten Reformen auf diesem Gebiet zu messen sind.
Am Montagabend besiegte die Grüne Jugend Berlin die bündnisgrüne Bundestagsfraktion. Das erste Aufeinandertreffen der Fußballmanschaften beider Seiten endete mit einem überzeugenden 1:1-Sieg. Gegen die nur mit Männern antretende Grüne Tulpe gelang in der ersten Halbzeit trotz spielerische Überlegenheit unserer gemischt antretenden Mannschaft kein Tor. Allen voran Paula Riester gelang unserem Team aber eine tolle Aktion nach der anderen.
Von unseren Fans frenetisch gefeiert, gelang dann in der 2.Halbzeit durch den überragenden Christian Fender dann endlich der verdiente Führungstreffer. Ziemlich glücklich, erziehlte der Gegner gegen Ende des Spiels noch den Ehrentreffer zum 1:1. Bis zum Abpfiff kämpften unsere HeldInnen für ein weitres Tor. Aber auch die Einwechslung von Clara Herrmann brachte trotz grandiosem Spiel leider keinen weiteren Treffer.
Insgesamt ein gelungenes Spiel an dem alle Beteiligtem viel Freude hatten. Vielen Dank an alle Fans – ohne Eure Unterstützung wäre solch ein Sieg nicht möglich gewesen.
Jeder Koalitionsvertrag muss sich an den Inhalten messen lassen. Eine BündnisGrüne Regierungsbeteiligung mit Beteiligung der FDP muss für die FDP umdenken heißen! Inhaltlich läss sich linksökologische Politik am besten in einem Rot-Rot-Grünen Bündnis umsetzen. Dazu müßte aber gerade die Linkspartei Verantworung übernehmen, und getreu dem Motto: “Erst das Land, dann der Rest” ihre Blockadehaltung aufgeben.
Mit besten Grüßen,
Stefan Ziller
Gegen die Kriminalisierung antifaschistischen Engagements! Für ein entschlossenes Eintreten gegen rassistische NPD-Parolen im Wahlkampf! Unterstützen sie den Aufruf!
Die GRÜNE JUGEND Berlin steht nicht nur am Montagmorgen früh auf.
Die NPD hat angekündigt am Montag den 12.September morgens deutschlandweit ihre Musik CDs an Schulen zu verteilen.
Dazu erklärt Clara Herrmann, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Berlin:
Das ist ein weiterer Versuch der NPD sich besonders unter Jugendlichen Zustimmung zu erhaschen. Dabei setzten sie schon seit längerer Zeit auf einen „neuen Anstrich“, sie setzen auf Zuspruch über die Musikszene und neue Symboliken. Nun begegnen einem Rechte mit langen Haaren, Palästinensertüchern und Che Guevara T-Shirts auf der Straße. Seit Jahren betreiben sie nahezu unbeachtet von der Öffentlichkeit eine systematische Jugendrekrutierung. Bei der U 18 Wahl erhielten sie bundesweit 6,77%, in Berlin 4,39% der Kinder und Jugendlichen.
Wir nehmen diese Propaganda nicht hin, deshalb sind wir am Montag ebenfalls an Berliner Schulen, verteilen Infomaterialien zum Thema Rechtsextremismus und werden die CDs eintauschen. Doch wir brauchen ein gesamtgesellschaftliches Engagement, lasst die Jugendlichen nicht alleine, stellt euch vor Schulen und schmeißen den braunen Dreck in die Mülltonne.
Nur eine breite aktive BürgerInnengesellschaft, die sich durch permanente Zivilcourage gegen jegliche Form von Intoleranz stellt, kann dem Rechtsextremismus seinen Nährboden entziehen. Neben der Bekämpfung rassistischer, fremdenfeindlicher, antisemitischer und gewalttätiger Äußerungen, müssen wir unsere Demokratie als Grundwert und ein menschenfreundliches, solidarisches Miteinander GROSSschreiben.
Die GRÜNE JUGEND Berlin stellt dieses Jahr mit ihrer Anti-Rechts-Kampagne das Thema in den Mittelpunkt ; mehr Informationen z.B. zum Besuch der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Auschwitz finden Sie unter www.gruene-jugend-berlin.de
Hier die Ergebnisse für unseren Bezirk!