- 25
- Februar
- 2011
Ziel der Bundesregierung ist es, die Inanspruchnahme neuer Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar (ha) pro Tag zu begrenzen. Sie folgt damit einer Empfehlung des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Auch Berlin hat sich in seiner Nachhaltigkeitsstrategie (Lokale Agenda 21) sich an diesem Ziel zu orientieren.
Ein Fachgespräch der bündnisGrünen Bundestagsfraktion beschäftigte sich mit den (Steuerungs-)Instrumenten dieses Ziel zu erreichen. In der Diskussion spielen zwei grundsätzliche Instrumente eine Rolle. Einerseits eine Abgabe (Neuerschließungsababe oder Flächenverbrauchssteuer) und anderseits Handelbare Flächenausweisungszertifikate. Wie ein Handelssystem für Flächenzertifikate gestaltet sein muss, hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI im Projekt “Spiel.Raum: Planspiele zum interkommunalen Handel mit Flächenausweisungskontingenten” untersucht.
Interessant ist, dass seit mindestens 20 Jahren die Flächeninanspruchnahme für neue Verkehrsflächen konstant bei etwa 22 ha pro Tag liegt. Aktuell sind in Deutschland etwa 50% der Fläche Landwirtschaftsflächen, 33% Waldnutzung sowie 13,3 Siedlungs- und Verkehrsfläche. Dabei steigt der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche in den vergangen Jahren an. Im Jahr 2008 lag der Flächenverbrauch bei etwa 104 ha/Tag (was der Fläche von 149 Fußballfeldern entspricht). Der Flächenfraß hat sich zwar seit dem Jahr 2000 (Verbrauch: 129 ha/Tag) abgeschwächt. Dies wird jedoch „weiterhin nicht genügen, um das vorgegebene Reduktionsziel bis 2020 zu erreichen“.
Um das bundesweite 30ha-Ziel zu erreichen muss auch Berlin seine Flächeninanspruchnahme begrenzen. Das Fachforum Stadtökologie in Berlin 21 e.V. hat für Berlin Bilanz gezogen sowie Vorschläge für Maßnahmen vorgelegt.
(Quelle der Grafik: Umweltbundesamt)
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