Wien macht es vor: Ohne besondere Probleme kann der Anteil der Bioprodukte auf etwa 50 Prozent gesteigert werden – und das ohne wesentliche Mehrkosten. Schon 2001 wurde dies mit einer Bio-Machbarkeitsstudie belegt.
In Berlin schafft der Rot-Rote Senat dagegen nicht mal kleinste Verbesserungen. Dabei hat sich Berlin mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie (Lokalen Agenda 21, Beschluss vom 08. Juni 2006) zum Ziel gesetzt den regionalen Absatzmarkt von Bioprodukten in Berlin zu stärken und dies soger zu einem Leitprojekt (Nr. 15) erhoben. Schon im Jahr 2007 (Lokale Agenda umsetzen – regionale Biovermarktung!) habe ich den Senat zur Umsetzung dieses Beschlusses befragt. Die Antwort macht deutlich, wie wenig Rot-Rot sich darum bemüht hat.
Zu 1. und 2.: Nach dem Beschluss vom 8. Juni 2006 ist eine Berichtspflicht für den 30.06.2009 vorgesehen. Konkrete Aussagen können deshalb derzeit noch nicht getroffen werden.
Nachdem der vorgelegte Bericht nicht gerade zufriedenstellend ausfiel, habe ich im Januar 2011 erneut nachgefragt. Die Antwort auf meine Anfrage “Nachhaltigkeit: Ziele für Bio-/Regionalvermarktung anpassen und umsetzen?” zeigt, dass Rot-Rot trotz fehlender Fortschritte keinen Handlungsbedarf erkennt.
Die für Wirtschaft zuständige Senatsverwaltung begleitet auch weiterhin Initiativen des Berliner Handels zur Stärkung des Absatzes von regionalen Produkten aus dem Umland in Berlin.
Das die Stärkung des regionalen Absatzmarkt von Bioprodukten möglich ist, zeigt die Stadt Wien. Mit Gründung des Projektes “Öko-Kauf-Wien“, welches den gesamten Einkauf der Stadt Wien bündelt, sollte dieser zukünftig ökologisiert werden. Mit dem Beschluss des Klimaschutzprogrammes im Wiener Gemeinderat (5.11.1999) wurde dies mit konkreten Umsetzungszielen untermauert. Im Jahr 2010 erreicht Wien inzwischen für Mahlzeiten in Kindergärten (38.000/Tag) einen Bioanteil von 53%. In Schulen und Krankenhäuser kommen immerhin noch 30% bzw. 34% aus Bio-Produktion.
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