3. Juni 2010 - 1814 reads - Schlagworte: Bezirk, BündnisGrüne, Mahlsdorf, Stadtentwicklung - 1 Kommentar » Liebe MahlsdorferInnen,
genauso wie Ihnen, ist auch mir sowie der BündnisGrünen Fraktion in der BVV Marzahn-Hellersdorf viel an einer nachhaltigen Gestaltung Mahlsdorfs gelegen. Wir hegen deshalb große Bedenken gegen die geplanten städtebaulichen Veränderungen in Mahlsdorf. Um dieses Bauvorhaben zu stoppen, zählt jede persönliche Stellungnahme. Deswegen möchten wir Ihnen hiermit Anregungen bieten, wie auch Sie Ihre Kritik wirkungsvoll äußern können.
Worum es geht
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat im März 2010 die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes (im Folgenden “B-Plan”) im Areal Hönower Straße – B1/B5 – An der Schule beschlossen. Dieser beabsichtigt dort die Errichtung eines großen Einzelhandels- und Fachmarktvorhabens.
Darin vorgesehen sind ein Verbrauchermarkt (EDEKA-Neukauf) mit einer Verkaufsfläche (VKF) von 1.800 m² zuzüglich 50 m² Bäcker, eine Drogerie mit 600 m² VKF, ein Modemarkt mit 400 m² VKF sowie ein weiterer Laden mit ca. 300 m² VKF. Weiterhin geplant ist ein Fachmarkt für Tierbedarf (MEGAZOO) mit 1.740 m² VKF und eine Ansiedlung eines Pferde- und Reitsportbedarfsgeschäfts mit 340 m², eine Tierarztpraxis sowie eine Tierpension.
Zusätzlich legt dieser B-Plan den Grundstein für den Ausbau der Straße An der Schule. Senatsplanungen sehen einen Ausbau dieser Straße zu einer Hauptverkehrsstraße vor. Sie soll als Ergänzung zur Hönower Straße – Hultschiner Damm dienen, um den Verkehr zu entlasten.
Ausführliche Informationen finden Sie auf der Bezirksseite.
Wir BündnisGrüne aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf betrachten diesen B-Plan mit großer Sorge. In Kürze unsere größten Befürchtungen:
Der momentane Prozess der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit bietet Ihnen die Möglichkeit, sich gleich zu Beginn des Verfahrens zu äußern. Allerdings nur bis einschließlich 10. Juni 2010!
Diese Gelegenheit können Sie auf unterschiedliche Art nutzen: Sie verfassen Ihre Einwände schriftlich oder geben diese vor Ort zu Protokoll. Dies ist zum einem direkt im “Pestalozzi-Treff” (Pestalozzistr. 1a, 12623 Berlin, Mo-Do 9-17 Uhr + Fr 9-14 Uhr) oder auch im Bezirksamt (Helene-Weigel-Platz 8, 12681 Berlin) möglich. Dort können Sie sich ebenfalls weiter über den B-Plan informieren und auch Ihre schriftlichen Einwände abgeben. Ansonsten senden Sie Ihre Einwände postalisch an das
Über folgende Emailadresse erreichen Sie zudem das Bezirksamt auch online: stadtplanung@ba-mh.verwalt-berlin.de.
Nähere Informationen zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit finden sie: hier.
WICHTIG: Ein von mehreren Personen unterzeichneter Einwand zählt leider nur einmal. Um dennoch mit verstärkten Druck Ihre Sorgen zum Ausdruck zu bringen, sollte jeder einen eigenen Einwand verfassen.
Einen Einwand gegen den B-Plan zu schreiben ist einfach. Nutzen Sie diese Gelegenheit, Ihre individuellen Bedenken darzulegen. Denn, wie gesagt, um dieses Bauvorhaben zu stoppen, zählt jede persönliche Stellungnahme, die beim Bezirksamt eingeht.
1. Die Vorlage
2. Ihr Protest
Als Orientierung dienen Ihnen die grundsätzlichen Themenfelder
Eine schier unerschöpfliche Quelle stellen die Unterlagen der Bauplanung dar, die Sie hier finden. Selbst in der offiziellen Vorlage für die Bezirksverordneten sind sogar bereits grundlegende Bedenken dargelegt. Lesen Sie die Dokumente aufmerksam und finden Sie die Fehler, die andere vielleicht übersehen haben!
3. Die Formulierung
4. Ab die Post
WICHTIG: Ihre Einwände müssen im Zeitraum der Offenlage abgegeben werden. Vom 10. Mai 2010 bis einschließlich 10. Juni 2010!
5. Werden Sie laut
Hier möchten wir Ihnen Vorlagen und Einwandsentwürfe zur Verfügung stellen, an denen Sie sich orientieren können, um Ihren Unmut Luft zu machen.
Diese Muster bieten Ihnen eine generelle Vorlage zum Aufbau eines Einwands. Werfen Sie gerne erst einen kurzen Blick auf die PDF-Datei oder nutzen Sie direkt die Word-Datei zum bequemen Ausfüllen am PC.
Im Folgenden finden Sie weitere Themenvorschläge, die Sie für Ihre Einwände nutzen können. Nähere Ausführungen sind dort auch den PDF-Dateien zu entnehmen.
Einwand gegen die Schwächung des Ortskerns um den S-Bahnhof Mahlsdorf: <Einwand_Ortskern.pdf>
Genau das ist allerdings der falsche Weg. Wenn nämlich die Straßenbahnlinie 62 in Richtung Helle Mitte ausgebaut wird und auch ein Regionalbahnhalt am S-Bahnhof Mahlsdorf entsteht, wird der Bahnhofsbereich für Investoren wieder attraktiv. Nur sind ihnen dann Investitionsmöglichkeiten verwehrt, da die für das Ortsteilzentrum zur Verfügung stehende Gesamtverkaufsfläche bereits verbraucht ist – nämlich im Süden. Wir hätten ein Paradebeispiel für Fehlplanung.
Einwand gegen die geplante Auswahl der Einzelhandels- und Fachmärkte: <Einwand_Auswahl.pdf>
Die geplanten 230 Parkplätze zeigen eine strikte Autokundenorientierung. AnwohnerInnen der Umgebung scheinen gar nicht als Zielgruppe beabsichtigt. In amerikanischer Highway-Manier wird nur der Durchfahrtsverkehr der B1/B5 gewünscht.
Einwand gegen das Fehlen eines verkehrsplanerischen Konzepts: <Einwand_Verkehr.pdf>
Der endgültige Ausbau birgt aber ein weiteres Problem. Die Rückführung des Verkehrs der Straße An der Schule auf die Hönower Straße ist ungeklärt. Dafür in Frage kommen zum Beispiel die Pestalozzistraße oder die Fritz-Reuter-Straße. Beides bzw. der Ausbau an sich bringt allerdings eine erhebliche Zunahme des Verkehrs in diesem Gebiet mit sich. Nicht nur die AnwohnerInnen leiden dadurch unter einer erhöhten Verkehrsbelastung, sondern vor allem die Kinder der Grundschule sind dann einer enormen Gefährdung ausgesetzt.
Einwand gegen die geplante Integration der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude: <Einwand_Denkmal.pdf>
Einwand gegen die fehlende Regelung der Straßenausbaubeitragspflicht: <Einwand_Straße.pdf>
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.
You can leave a response, or trackback from your own site.
[...] der Diskussion um das neue Einkaufszentrum in Mahlsdorf (Hönower Straße – B1/B5 – An der Schule) habe ich den Senat nach dem [...]